Narzisstische Menschen verstehen es, zu beeindrucken. In Gesellschaft und Unternehmen können sie viel bewegen, aber auch sehr viel Schaden anrichten, z.B. ganze Teams und Abteilungen sprengen.

In diesem Online-Seminar haben wir dargestellt, wie hilfreich psychodynamisches Coaching in der Diagnostik und im Umgang mit Narzissten ist.

Dadurch konnten die Teilnehmer*innen lernen, narzisstische Führungskräfte schnell zu erkennen, sich als Coach nicht beeindrucken, aber auch nicht entwerten oder benutzen zu lassen.

Denn Coaching von narzisstischen Führungskräften ist komplex.

Sind Narzissten nicht mehr arbeitsfähig, suchen sie meist nur ein paar Tipps und kluge Ratschläge. Sie wollen eine Art Reparatur, um möglichst schnell wieder funktionsfähig zu sein.

Coaches, die sich darauf einlassen, verschärfen aber oft die Probleme von narzisstischen Führungskräften.

Wenn Sie als Coach aber die narzisstische Problematik ins Zentrum nehmen, können Sie narzisstischen Führungskräften dabei helfen, mit ihren Stärken zu arbeiten und Ihnen helfen, ihre Schwächen zuzulassen und mit ihnen umzugehen.

Am 3. Juni haben wir für den DBVC (Deutscher Bundesverband Coaching) ein Online Seminar zu diesem wichtigen  Thema durchgeführt:

Narzissmus in Unternehmen und im Coaching 

Das Seminar fand im DBVC Format: Mitglieder für Mitglieder statt.

Die Referenten waren:

Dr. med. Claus Krüger

Arzt, Psychoanalytiker (DGPT), MBA (FIBAA), Professional Coach (DBVC), Lehrtherapeut und Supervisor (BLÄK), Facharzt für Innere Medizin und Psychosomatische Medizin

Dr. phil. Beate West-Leuer

Psychologische Psychotherapeutin, Senior Coach (DBVC), Supervisorin (DGSv), Vorstandsvorsitzende des POP-Instituts, stellv. Vorsitzende der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik, Düsseldorf e.V.

Unsere Agenda im Online Seminar:

  • Was ist (normaler) Narzissmus ?
  • Was sind narzisstische Persönlichkeitsstörungen ?
  • Unterscheidung der Schweregrade
  • Erklärungsmodelle, Psychodynamik
  • Bedeutung für das Business – Coaching

Unsere Literatur im Online-Seminar:

  • Akhtar, S.: Deskriptive Merkmale und Differentialdiagnose der narzisstischen Persönlichkeit, in Kernberg, O.:Narzisstische Persönlichkeitsstörungen, Schattauer, 1996
  • Burgo, Joseph: The Narcissist you know, Touchstone 2015
  • Chasseguet-Smirgel, J.: Das Ich-Ideal, Frankfurt/Main, 1986
  • Dammann, G.: Narzissten, Egomanen, Psychopathen in Führungsetagen, Haupt 2007
  • Eidenschink, K.: Coaching von narzisstischen Führungskräften, Wirtschaft und Weiterbildung, 2005
  • Grunberger, B. : Narzissmus, Vom Narzissmus zum Objekt, Suhrkamp, 1976
  • Kernberg, O.: Narzisstische Persönlichkeitsstörungen, Schattauer, 1996
  • Kets de Vries,M.: Führer, Narren, und Hochstapler, Die Psychologie der Führung, Schäfer Pöschel,
  • Kohut, H.: Narzissmus, Suhrkamp 1976
  • Malkin, Craig: Rethinking Narzissism, Harper Collins 2015
  • Miller, A.: Prisoners of Childhood, New York Basic Books, Inc., 1981
  • Schneck, Christof: Narzisstische Phänomene und Management, Verlag Dr. Kovac, 2012
  • Twenge, Jean M.: The Narcissim Epidemic

Das Gesundheitswesen ist in Deutschland ein Wirtschaftsfaktor und Markt mit enormer Bedeutung und vielen Beschäftigten.
Für Coaches ergeben sich daraus spezifische Aufgaben: von der Kommunikation der Berufsgruppen, Teambildung, Führungskompetenz, Organisationsfragen bis zur interdisziplinären Zusammenarbeit – auch in der obersten Führungsebene……..

Zu den berufsspezifischen Anforderungen sollten Coaches, die in diesem Bereich tätig sind, mit den zugrundeliegenden Wertesystemen der Berufsgruppen, den übergeordneten Arbeitsstrukturen sowie den sozioökonomischen Hintergründen der Klienten und Einrichtungen vertraut sein.

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus unserem Artikel im Newsletter des Coaching-Magazins:
Öffentliche und soziale Unternehmen in stürmischen Zeiten, Ansätze für uns Anforderungen an die Coaching-Praxis.

Außerdem finden sich im Newsletter Abschnitte zu der aktuellen Situation an den Hochschulen, an Schulen , in sozialen und kirchlichen Einrichtungen und dem Coaching in diesen Bereichen.

Die Beiträge sind eine Zusammenfassung der Diskussionen auf dem digitalen DBVC-Dialogcamp am 18. Juni 2021 mit Vertretern aus diesen Bereichen aus drei Perspektiven:

  1. Die Herausforderungen für Unternehmen aus Sicht der Leitungs- und Personalverantwortlichen
  2. Der Beitrag, den Coaches für Unternehmen in diesem Bereich leisten können
  3. Die Fertigkeiten sowie Erfahrungen, die Coaches befähigen, in den verschiedenen Bereichen von öffentlichen und sozialen Unternehmen wirksam zu sein oder zu unterstützen.

Das Foto: Peshkova/schutterstock.com

1o Tage vor Auslaufen der aktuellen Corona-Maßnahmen und dem „Lockdown“ weiss die Öffentlichkeit nicht, wie das weitere Vorgehen der „Politik“ (Bundesregierung) für die Gesellschaft – die Bildung, den Einzelhandel, die Gastronomie und die Kultur – aussehen wird.
Die politische Kommunikation ist v.a. reaktiv und ändert sich im vier Wochen Abstand. Die Äußerungen der Verantwortlichen schwankt immer wieder v.a. zwischen einem „erhobenen Zeigefinger“ (dem Hinweis auf gesundheitliche Bedrohungen) und dem Anpreisen der Impfungen als Lösung aller Probleme.
Das verursacht Spekulationen, Vermutungen, Zweifel, Katastrophenszenarien und reale, wie irrationale Ängste (s.u.).

Heute zeigt er Ethikrat, das es auch anders geht. Bei der Bundespressekonferenz des Deutschen Ethikrates (Phoenix vor Ort, 4.2.21, 10 Uhr) stellen Frau Prof. Buyx, Frau Prof. Graumann und Herr Prof. Lipp ethische Orientierungspade“ vor, die all das anbieten, was die Politik immer wieder vermissen lässt:
– Der Ethikrat differenziert zwischen dem aktuellen Stand der Impfungen (2,3% der Bevölkerung) und einer Durchimpfung der Gesellschaft (ca. 70%)
– dem mangelhaften medizinischen Wissens über die den Infektionsschutz durch das Impfen.
– es wird differenzier zwischen medizinischen, rechtlichen und ethischen Fragen
– Frau Graumann und Herr Lippenpaaren differenzieren zwischen stattlichen Maßnahmen und privaten Angeboten (Stichwort: Vertragsfreiheit)
– es wird eine zeitliche Perspektive aufgezeigt. Frau Buyx nennt das: „Nach vorne denken.“
– die Empfehlungen des Ethikrates werden ausführlich begründet und erläutert.

All das würde man sich von der Bundesregierung wünschen.
Das macht professionelle Krisenkommunikation aus, die dazu dient, Sorgen und Ängste in der Bevölkerung zu reduzieren.

Die 1942 Krankenhäuser in Deutschland sind mit 19,5 Millionen Patienten im Jahr und 1,2 Millionen Beschäftigten die zentralen Gesundheitseinrichtungen in Gesundheitssystemen. Mit einem Jahresumsatz von 97 Millionen Euro stellen die Krankenhäuser zu eine wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.

Dabei werden die Anforderungen an die stationäre Patientenbehandlungen immer komplexer, die Verweildauer immer kürzer und der Kostendruck bei verkürzten Verweildauer immer größer.

Einige Zahlen sollen das verdeutlichen:
Seit 1996 hat sich die durchschnittliche Verweildauer in den Krankenhäusern von 14 Tagen auf 7,3 Tage verkürzt, die Fallzahlen sind von 14,5 Millionen auf 19,4 Millionen gestiegen, gleichzeitig sank die Anzahl der aufgestellten Betten um 25 % (Statistisches Bundesamt 2018)

„Aktuelle Zahlen belegen, das die Krankenhäuser sowohl im Bereich der Betriebskosten als auch im Bereich der Investitionskosten unterfinanziert sein.“ (BDPK , 2019)

Gleichzeitig wachsen die Anforderungen durch den medizinischen Fortschritt, den demographischen Wandel, die Digitalisierung im Gesundheitswesen, neue Anforderungen durch sektorenübergreifende Versorgung und v.a. durch den Personalkräftemangel.

Hierarchien

Auf alle diese Anforderungen sind die Krankenhäuser oft jedoch wenig vorbereitet.
Nach wie vor dominieren in den Kliniken hierarchische Strukturen, überkommene Organisationsformen mit historisch gewachsenen Prinzipien der Aufgaben- und Arbeitsverteilung. und getrennte Reporting-Lines in der Krankenpflege und der Medizin.

Sowohl der ärztliche, wie auch der pflegerische Bereich sind streng hierarchisch, vertikal in einer Einlinienorganisation und getrennt von einander organisiert (Eckhardt 2004).

Kommunikation im Krankenhaus

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Dokumentation und steigenden Qualifikationsdruck.