Die 1942 Krankenhäuser in Deutschland sind mit 19,5 Millionen Patienten im Jahr und 1,2 Millionen Beschäftigten die zentralen Gesundheitseinrichtungen in Gesundheitssystemen. Mit einem Jahresumsatz von 97 Millionen Euro stellen die Krankenhäuser zu eine wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.

Dabei werden die Anforderungen an die stationäre Patientenbehandlungen immer komplexer, die Verweildauer immer kürzer und der Kostendruck bei verkürzten Verweildauer immer größer.

Einige Zahlen sollen das verdeutlichen:
Seit 1996 hat sich die durchschnittliche Verweildauer in den Krankenhäusern von 14 Tagen auf 7,3 Tage verkürzt, die Fallzahlen sind von 14,5 Millionen auf 19,4 Millionen gestiegen, gleichzeitig sank die Anzahl der aufgestellten Betten um 25 % (Statistisches Bundesamt 2018)

„Aktuelle Zahlen belegen, das die Krankenhäuser sowohl im Bereich der Betriebskosten als auch im Bereich der Investitionskosten unterfinanziert sein.“ (BDPK , 2019)

Gleichzeitig wachsen die Anforderungen durch den medizinischen Fortschritt, den demographischen Wandel, die Digitalisierung im Gesundheitswesen, neue Anforderungen durch sektorenübergreifende Versorgung und v.a. durch den Personalkräftemangel.

Hierarchien

Auf alle diese Anforderungen sind die Krankenhäuser oft jedoch wenig vorbereitet.
Nach wie vor dominieren in den Kliniken hierarchische Strukturen, überkommene Organisationsformen mit historisch gewachsenen Prinzipien der Aufgaben- und Arbeitsverteilung. und getrennte Reporting-Lines in der Krankenpflege und der Medizin.

Sowohl der ärztliche, wie auch der pflegerische Bereich sind streng hierarchisch, vertikal in einer Einlinienorganisation und getrennt von einander organisiert (Eckhardt 2004).

Kommunikation im Krankenhaus

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Dokumentation und steigenden Qualifikationsdruck.