Die Geschichte der Psychosomatischen Medizin in Deutschland ist eng mit der Geschichte der Medizin  nach 1945 verbunden.

In meinem beruflichen Werdegang habe ich sowohl die Medizin als auch die Psychosomatik intensiv kennen gelernt: Seit 1980 bin ich Arzt, seit 1990 in der Psychosomatischen Medizin tätig. Und inzwischen seit mehr als 20 Jahren als Internist und Psychoanalytiker.

 „Rein somatisch ist gar nichts. Es gibt nur Psychosomatische Krankheiten“ formulierte Thure von Uexküll (1908-2004), einer der Väter der Psychosomatischen Medizin in Deutschland. Er kritisierte „eine Spaltung in Ärzte für Körper ohne Seelen und Ärzte für Seelen ohne Körper“ und setzte sich sein Leben lang für eine menschliche Medizin ein, die den Patienten in den Mittelpunkt rückt.

Er kritisierte in den 80er Jahren auch einen  „vorherrschenden Gesundheitsbegriff, der das gute Funktionieren einer Maschine“ beschreibe und setzte diesem Verständnis von Gesundheit eine menschliche Medizin gegenüber, die auch die psychische und soziale Situation von Menschen mit einbezog (Thure von Uexküll. Psychosomatische Medizin, 1979).

Doch diese Vorstellung von Medizin und Psychosomatik als einer gemeinsamen Medizin hat es im deutschen Gesundheitssystem so noch nie gegeben. Und dieser Gesundheitsbegriff ist in Gefahr, in Zeiten von immer kürzeren Verweildauern und wachsendem Kostendruck auf die Kliniken ganz verloren zu gehen.

Um so wichtiger sind psychosomatische Abteilungen an Allgemeinkrankenhäusern, wie wir sie seit 2007 in der Kreisklinik Ebersberg anbieten.

Nähere Informationen finden Sie unter der Menüleiste: Psychosomatik in Ebersberg und auf der Klinik-Hompage:  www.klinik-ebersberg.de

Dort finden Sie auch Informationen zu psychoanalytisch begründeten Therapieverfahren.

Dass Medizin nur dann den Menschen gerecht wird, wenn sie sich mit den körperlichen und psychischen Aspekten von Krankheiten befasst, leuchtet jedem ein, der sich mit den Themen: chronischer Stress und Burnout befasst (siehe dort).